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Von Inzell Richtung Nagano

Author: Gastauthor Sunday, February 17th, 2008 No Commented Under: Eisschnelllauf
DESGphoto Jenny Wolf DESGphoto / L. Hagen

Weltcupsieg Nummer 10, die Gesamtwertung über 500 Meter im Sack – da wählte ZDF-Reporter Hermann Valkyser im Interview mit Jenny Wolf den Vergleich zu „Kannibalen des Radsports“. – „Nein es gab auch Tage, da war ich nicht gut drauf, da hatte ich keine Lust“, wehrt sich die weltbeste Sprinterin ein wenig dagegen, auf den allerhöchsten Schild gehievt zu werden. In Inzell irritierte sie ein schlechter Start am zweiten Tag, der Bahnrekord blieb unangetastet. Und von ihrer großen Rivalin aus China weiß man weiterhin nicht, ob Beixing Wang irgendeine Zauberform auspacken kann, wenn Anfang März die Einzelstrecken-WM ansteht. „Ich denke, sie wird früher in Nagano sein, aber ich weiß nicht, ob sie wirklich bei einer Asien-Meisterschaft startete“, so Wolf-Trainer Thomas Schubert. Der geht auch davon aus, dass sein Schützling beim Weltcup-Finale in Heerenveen („wir brauchen hochkarätige Wettkämpfe“) antritt.

Begehrt sind nun Prognosen im Hinblick auf das finale furioso. Jenny Wolf, keine Freundin langer Flüge, glaubt, ihre Leistung in Fernost trotzdem nochmals steigern zu können. Schubert erwähnt das von Sprintern wenig geliebte „Glaseis“ in der Olympiastadt von 1998. Aber das seien schließlich für alle die gleichen Bedingungen. „Jenny mag lieber schnellere Bahnen wie Heerenveen, Berlin oder Erfurt.“ Im Umfeld der 29-Jährigen versucht man auch, die offenkundig turmhohe Favoritenstellung der Weltmeisterin zu relativieren. Sicher der richtige Ansatz, obgleich Jenny Wolf in diesem Winter mentale Stärke an den Tag legte, die nur ganz wenige von ihr erwartet hatten.

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