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„Die Weichen sind gestellt“

Author: Gastauthor Friday, February 22nd, 2008 No Commented Under: Short Track

Am Wochenende (23./24.2.) steigen im Eissportzentrum des Münchner Olympiaparks die Deutschen Meisterschaften im Shorttrack. Die „Kurvenkratzer“ mit ihren extremen Schräglagen stehen im Schatten der erfolgreichen Eisschnellläufer, doch es bewegt sich was. So haben Miroslaw Kulik, DESG-Vizepräsident Shorttrack, und die Verbandsspitze mit Jeroen Otter vor einigen Wochen einen international renommierten Erfolgscoach engagiert, der mit Bundestrainer Markus Tröger „Feintuning“ betreibt. Shorttrack-Chef Miroslaw Kulik blickt im Interview auch deshalb „optimistisch“ in die Zukunft.

Herr Kulik, wie beurteilen Sie den Status quo der DESG-Shorttracker?

Miroslaw Kulik: „Ich bin mit den Leistungen der Spitzenläufer nicht zufrieden, trotzdem sehe ich die Zukunft positiv. Wir haben geträumt, jetzt dürfen wir langsam hoffen, denn wir realisieren Visionen. Jeroen Otter war eine dieser Visionen, er bringt uns internationales Know-how. DESG-Präsident Gerd Heinze und Sportdirektor Günter Schumacher haben ganze Arbeit geleistet, die Weichen sind gestellt. In kurzer Zeit haben wir vom Shorttrack-Kenner Jeroen Otter einiges gelernt. Erfahren, über welche Talente wir in Deutschland verfügen. Was wir verbessern müssen, um schon in Vancouver 2010 die Tendenz nach oben zu drehen. Das Ziel ist aber klar auf Olympia 2018, vielleicht in München, fokussiert – mit Erfolgen.“

Was erhoffen Sie sich von der „Deutschen“?

Miroslaw Kulik: „Wir haben einen neuen Modus vereinbart. So laufen Senioren und Junioren getrennt, aber am gleichen Ort. Jetzt kann sich der Nachwuchs besser präsentieren. Es war Zeit für Veränderungen. Nun werden wir sehen, was sich bewährt und was nachgebessert werden muss. Allerdings können wir mit der aktuellen Alterspyramide und mit der Zahl der Senioren nicht zufrieden sein. Ich hoffe, wir können den ,Patienten’ Shorttrack einer gründlichen Untersuchung unterziehen, dann eine schnelle Diagnose stellen und eine wirksame Therapie einleiten. Denn wir wollen den Shorttrack nicht schönreden, sondern auf die Beine stellen.“

Bitte blicken Sie in die „Glaskugel“: Wie wird sich Ihre Sportart in Deutschland entwickeln?

Miroslaw Kulik: „Das wird auch Thema im DESG-Präsidium sein: Wohin geht der Weg? Meine Devise lautet, weniger ist mehr’. Das heißt, wir wollen vorhandene Ressourcen nutzen, dazu Otters Know-how einfließen lassen, das Team konsequent auf Erfolg trimmen. Ich bin Optimist.“

Informationen zur Deutschen Meisterschaft Shorttrack unter www.slic.de

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